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Bioabfallanalyse: Störstoffe in der Biotonne erfassen

Kunststoff, Glas und Metall gehören nicht in den Bioabfall, landen aber trotzdem in der Biotonne. Wie viel es ist, zeigt eine Fremdstoffanalyse: Proben aus Anlieferungen werden von Hand sortiert und gewogen. SORQA erfasst dafür Proben, Fraktionen, Gewichte und Fotos in einem Ablauf und zeigt sofort, wo die Kunststoffanteile liegen.

Warum Störstoffe im Bioabfall wichtig sind

Fremdstoffe, vor allem Kunststoff, stören die Kompostierung und Vergärung und gelangen als Mikroplastik in den Boden, wenn sie nicht vorher entfernt werden. Deshalb begrenzt die Bioabfallverordnung (BioAbfV) den Kunststoffanteil im Bioabfall. Seit dem 1. Mai 2025 gelten dafür Kontrollwerte in § 2a BioAbfV. Anlagen, Entsorger und Kommunen wollen darum wissen, wie sauber ihr Bioabfall tatsächlich ist, und brauchen dafür belastbare Zahlen statt eines Eindrucks.

Die Kontrollwerte nach § 2a BioAbfV im Überblick

Für feste Bioabfälle nennt § 2a BioAbfV Kontrollwerte für den Anteil der Gesamtkunststoffe mit einem Siebdurchgang von mehr als 20 Millimetern, bezogen auf die Frischmasse:

Das ist eine verkürzte, sachliche Wiedergabe und keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der Wortlaut der Verordnung, und welche Pflichten für Sie gelten, hängt von Ihrer Rolle und Ihrem Bescheid ab. Eine Analyse mit SORQA ersetzt außerdem keine amtliche Untersuchung nach § 2a Absatz 7 BioAbfV. Sie liefert eine saubere Grundlage für eigene Kontrollen, Rückmeldungen an Anlieferer und Gespräche mit Behörden.

So läuft die Fremdstoffanalyse mit SORQA

  1. Probe anlegen. Jede Probe entspricht einer Anlieferung. Sie bekommt Herkunft (Biotonne oder anderer fester Bioabfall), Tour und Anlieferdatum.
  2. Wiegen. Brutto und Tara ergeben die Frischmasse der Probe, auf Wunsch mit Foto der Waagenanzeige.
  3. Sortieren nach Stoffgruppen. Die Fraktionen sind Stoffgruppen zugeordnet: Organik, Kunststoff über 20 Millimeter (zum Beispiel Folien, Tüten, „kompostierbare“ Beutel), Kunststoff bis 20 Millimeter, Glas, Metall und sonstige Fremdstoffe. Die Organik ergibt sich aus der Differenz.
  4. Auswerten und prüfen. Die Tabelle zeigt Kunststoff- und Fremdstoffanteil je Probe. Liegt ein Wert über dem Kontrollwert, erscheint ein Hinweis. Er sperrt nichts, denn die Bewertung bleibt bei Ihnen.
  5. Exportieren. Der Prüfbericht und die Excel-Datei enthalten alle Proben mit Herkunft, Gewichten und Anteilen.

Was Sie davon haben

Jeder Wert hat Zeit, Person und auf Wunsch ein Foto. Das macht Rückmeldungen an Touren oder Anlieferer belegbar: Welche Tour, welcher Tag, welche Stoffgruppe? Ohne Abtippen von Zetteln liegen die Anteile direkt nach der letzten Probe vor.

Ehrlich gesagt: Stand der Vorlage

Die Vorlage „Bioabfall Fremdstoffe“ in SORQA folgt § 2a BioAbfV. Die Einteilung der Stoffgruppen und die Pflichtangaben je Probe sind ein Entwurf. Wir stimmen sie gern mit Ihnen und Ihrer Praxis ab, bevor Sie sie einsetzen. Weitere Stoffgruppen oder eigene Merkmale lassen sich ergänzen.

Häufige Fragen

Ersetzt die Analyse die amtliche Untersuchung?

Nein. Eine Untersuchung nach § 2a Absatz 7 BioAbfV bleibt davon unberührt. Die Auswertung in SORQA eignet sich für Eigenkontrollen und für die Zusammenarbeit mit Anlieferern und Anlagen.

Geht das auch für Gewerbe oder Grünschnitt?

Ja, als „anderer fester Bioabfall“ mit dem strengeren Kontrollwert von 0,5 Prozent. Die Herkunft wählen Sie je Probe.

Können wir eigene Fraktionen verwenden?

Ja. Die Fraktionen sind Stammdaten Ihres Projekts. Wichtig ist nur, dass jede einer Stoffgruppe zugeordnet ist, damit die Anteile stimmen.

Kann ich auch Restabfall untersuchen?

Ja, das ist ein eigener Ablauf mit Kampagnen und Siebung, siehe Restabfall- und Hausmüllanalyse.

Weitere Anwendungen

Passt das zu Ihrer Analyse?

In einem kurzen Videocall zeigen wir die App an Ihrem Beispiel. Kostenlos und unverbindlich.

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